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Samstag, 04. Juli 2009 |
Isoliert die Putschisten von Tegucigalpa!
Berlin (Kalaschnikow) – Man fühlt sich zurückversetzt in Zeiten, die man für glücklicherweise überwunden hielt: In dem mittelamerikanischen Staat Honduras hat das Militär gegen den demokratischen Präsidenten Manuel Zelaya geputscht. Der Präsident ist gewaltsam außer Landes gebracht worden, in das traditionell sozialdemokratisch regierte Kostarika. Mit diesem Putsch soll offensichtlich verhindert werden, dass sich das Volk von Honduras in einem verfassungsgebenden Prozess eine neue Grundlage für die staatliche Ordnung schafft, wie zuvor geschehen in Venezuela, Bolivien und Ecuador.Mehr ...
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Ein etwas anderes Regime in Teheran - Das Konzept der Velayat-e Faqih im Iran
Berlin (Kalaschnikow) - Das islamische Regime im Iran hat einen irreversiblen Wendepunkt erreicht. Zunächst einmal war das iranische Regime am Morgen des 13. Juni 2009 grundlegend verschieden von dem, was es zuvor war. Gleichzeitig haben die Ereignisse der letzten beiden Wochen die Opposition zum Regime von vielen ihrer Illusionen über die Möglichkeit von Reformen im Rahmen des Regimes befreit. Jetzt ist der Weg offen, zu neuen Horizonten voranzuschreiten. Lassen Sie mich das erklären. Mehr ...
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Zwischen Tel Aviv und Teheran
Tel Aviv (Kalaschnikow) - Hunderttausende iranische Bürger strömen auf die Straßen, um gegen ihre Regierung zu protestieren! Was für ein wunderbarer Anblick! Der Journalist Gideon Levy schrieb in Haaretz, er beneide die Iraner. Mehr ...
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Der vierte Band des ``Kapital``
Berlin (Kalaschnikow) – Endlich! Lange haben wir warten müssen! 1867 erschien der erste Band des „Kapital“. Über der Arbeit am zweiten Band verstarb Karl Marx und sein Freund und Mitstreiter Freiedrich Engels musste diesen dann fertigstellen, was ihm bis 1885 gelang. Den dritten Band schaffte er dann bis 1894 und danach verstarb auch er. So musste es nun also die Sahra Wagenknecht übernehmen 2008 die Arbeit der Analyse des Kapitalismus fortzusetzen. Lenins „Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus“ war zwar auch ganz gut, aber mit der Ansicht, der Kapitalismus hätte schon um 1900 das Höchstmaß seiner parasitären Fäulnis erreicht, lag er doch etwas daneben. Schließlich war der alte Borsig doch noch ein grundsolider Kerl gegenüber Ackermann & Co. Aber der Vergleich mit dem „Kapital“ sollte niemand vom Lesen abhalten, denn die Autorin verbindet die Analytik eines Karl Marx mit der spannenden Erzählweise einer Agatha Christie. Und wer über die heutige Wirtschaft schreiben will, muss ja wohl auch in der Tat so etwas wie ein Kriminalschriftsteller sein. Mehr ...
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Steuerfragen sind Klassenfragen!
Berlin (Kalaschnikow) – Die Dreistigkeit des herrschenden kapitalistischen Abschaums in der Bundesrepublik Deutschland kennt wirklich keine Grenzen. Erst haben Noske-Schröder und Konsorten mit Steuerentlastungen den Geldaristokraten immer mehr Kohle in den Gierschlund geworfen, weil diese Gelder dann angeblich investiert würden und so Arbeitsplätze entstehen würden. Nun wissen wir, dass dieses überakkumulierte Kapital keineswegs dazu verwendet wurde, um Arbeitsplätze zu schaffen, sondern damit nur im weltweiten Monopoly gezockt wurde, was in die jetzige Krise geführt hat. Es war ja auch nichts anderes zu erwarten gewesen: Wenn man die Massenkaufkraft durch Minijobs, prekäre Beschäftigung, Sozialabbau bis hin zur Praxisgebühr und dergleichen volksfeindlichen „Reformen“ unterminiert, kann man ja wohl kaum erwarten, dass Kapital in größeren Mengen in die Ausweitung der Produktion von Waren und Dienstleistungen investiert wird. Mehr ...
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Kriminaltragödien - In ihrem Buch »Verlorene Bilder - verlorene Leben« erzählen Melissa Müller und Monika Tatzkow die Geschichten jüdischer Sammler und was aus ihren Kunstwerken wurde
Berlin (Kalaschnikow) - Dreiundsechzig Jahre nach der Befreiung vom Faschismus verpflichteten sich im Dezember 1998 in der Washingtoner Konferenz 44 Staaten, offene Vermögensfragen NS-Verfolgter aktiv zu beantworten und nach der Identifizierung von Raubkunst mit den Eigentümern eine faire und gerechte Lösung zu finden. Eine Nachfolgekonferenz wurde für Ende Juni nach Prag einberufen. Mehr ...
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Der Nero-Befehl
Berlin (Kalaschnikow) – Aus dem Bundestagswahlprogramm der LINKEN: „Rechtsextreme Haltungen entstehen immer wieder neu aus den sozialen Konflikten der Gegenwart, aus der sozialen Spaltung der deutschen Gesellschaft und der ungelösten sozialen Frage. Der Aufschwung rechtsextremer Parteien und die Verbreitung rechtsextremer Ideen dürfen nicht verharmlost oder gar als verständliche Reaktionen auf gesellschaftliche Probleme gerechtfertigt werden.“ Die LINKE fordert deshalb in ihrem Programm: „NPD verbieten und die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus offensiv führen...“ Mehr ...
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Sieben Thesen zu den Ereignissen im Iran
Berlin (Kalaschnikow) - 1. Welches auch das wirkliche Ergebnis der Präsidentschaftswahlen im Iran gewesen sein mag, es waren keine demokratischen Wahlen, denn das Velayat-e Faqih Regime (Herrschaft des Obersten islamischen Rechtsgelehrten) schließt per Definition die Volkssouveränität aus. Die Bevölkerung kann nur zwischen vom Regime zugelassenen Kandidaten auswählen. Mehr ...
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Punk in Thüringen - Pogo im Bratwurstland
Berlin (Kalaschnikow) - Ja Freunde, selbst in Thüringens kleinen Hütten ging zu Zonenzeiten der Punk voll ab ey! Anne Hahn und der geniale Punkanekdotist Montezuma "Monty" Sauerbier haben sich aufgemacht um der heutigen halblaschen Jugend den Punk ins Kinderzimmer zu wuchten.
Entstanden ist ein fein bebildertes Werk frohester Tugend. Mehr ...
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Bumm bumm, aua aua
Berlin (Kalaschnikow) - Alexander Hoh war von 1985-1995 Fußballhooligan. Er zog mit den Hamburger Hooligans/Ultras durch die Republik und hinterließ Scherben, Tränen, Wut und Unverständnis. Was für die einen kompletter Dumpfquark war, bedeutete für ihn und seine Horde den Sinn des Lebens.
Nun hat er sich auf den Hosenboden gesetzt und zu dichten begonnen. Mehr ...
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Die Krise zeigt: Die Wirtschaftskompetenz ist bei den Linken!
Berlin (Kalaschnikow) – Der Bundestagswahlparteitag bzw. die zweite Tagung des ersten Parteitages der Partei DIE LINKEN, denn die Delegierten wurden für diese Zusammenkunft nicht neu gewählt, trat am vergangenen Wochenende, dem 21. und 22.06.2009, in Berlin-Prenzlauer Berg in der Max-Schmeling-Halle zusammen. Diese Halle dient so manchem Zweck. Zuletzt war ich hier zu einer Striptease-Show. Auch zum Parteitag sind viele schöne Frauen da, aber die ziehen sich nicht aus, sondern erstmal zurück, zum Frauenplenum in einen Nebensaal. Männliche Journalisten wären da zwar im Prinzip auch zugelassen, aber sollen doch die Frauen dort erstmal unter sich bleiben. Ich studiere inzwischen die Materialien aus meiner Pressemappe, die ich bei der Akkreditierung bekommen habe.Mehr ...
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Erschreckende Erosion rechtsstaatlichen Denkens
Berlin (Kalaschnikow) - Der Untersuchungsausschuss hat mit seinem Abschlussbericht eine der längsten und umfangreichsten Untersuchungen der Tätigkeit der Regierung und seiner Geheimdienste abgeschlossen. Mehr ...
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Cubanische Träume
Berlin (Kalaschnikow) - Auf dem Hof der Kulturbrauerei interviewt ein Team vom Südwestfunk gerade den früheren Berliner Landesvorsitzenden der PDS Stefan Liebig. Ob die Partei die LINKEN von einer Austrittswelle geplagt werde, fragen die Reporter, angesichts des Übertritts einer früheren Europa-Abgeordneten der Partei zur SPD. Nein dies sei keineswegs so, versichert Liebig, Nach wie vor wachse die Partei erheblich, die wenigen Austritte fielen demgegenüber statistisch kaum ins Gewicht. Mehr ...
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Obama wird nicht zurückzwinkern
Tel Aviv (Kalaschnikow) - Erinnert man sich an Dov Weisglass? An denjenigen, der sagte, dass der Frieden warten müsse, bis die Palästinenser Finnen würden? Und der davon redete, dass der Friedensprozess in Formaldehyd gelegt werden solle? Doch von Weisglass wird man weniger in Erinnerung behalten, was sein Mund aussprach, als wie er mit den Augen zwinkerte. Weisglass ist der König des Zwinkerns.
Benjamin Netanjahu und Barack Obama (r.) bei ihrem Treffen in Washington. Bibi und Barack beäugten sich argwöhnisch. Mehr ...
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Nicht schlimmer als die DDR - Daniel Koerfer hat viel Verständnis für »Hertha unter dem Hakenkreuz. Ein Berliner Fußballclub im Dritten Reich.«
Berlin (Kalaschnikow) - »Man hat jetzt auch das erledigt. Schlußstrich!«, kommentiert der Historiker Kurt Pätzold die Flut von Büchern zur Aufarbeitung der Vergangenheit in der Nazizeit, die in neuester Zeit erscheinen. Autoren sind nicht schwer zu finden, denn eine reichliche Zahl von Historiker-Absolventen drängt auf den Arbeitsmarkt. Auch sind die Schuldigen an den Naziverbrechen oder an der Kollaboration mit den Braunen zum größten Teil tot und können das Bein nicht mehr dazwischenhalten. »Aufarbeiten« lassen ihre Geschichte Banken, Industriekonzerne, allen voran die Konzerne der IG Farben, das Robert-Koch-Institut, die Charité, die Berliner Kassenärztliche Vereinigung, die Anwaltskammer, die Berliner Philharmoniker, der Deutsche Fußballbund, und nun auch ein prominenter Verein der Fußballbundesliga, der Fußballclub Hertha BSC. Der Historiker Daniel Koerfer, Professor für Zeitgeschichte/Neuere Geschichte an der Freien Universität Berlin, nimmt sich vorliegend der Rolle von Hertha BSC in der Nazizeit an. Mehr ...
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Zeitmaschine nach Weimar 1919
Berlin (Kalaschnikow) – Die Uhr an der Giebelseite des Palais der Kulturbrauerei verfügt über ein restauriertes Glockenspiel, welches einst die vollen Stunden über das Betriebsgelände verkündete. Punkt 10.00 Uhr des vergangenen Sonntags verkündeten diese Glocken, dass der zweite Tag des diesjährigen ND- Pressefestes – Fest der Linken begonnen habe. Kurz darauf beginnen denn auch Andrej Hermlin and his Swing Dance Orchestra auf der ND-Live-Bühne zu musizieren. Dieser nahezu perfekte Versuch die amerikanische Unterhaltungsmusik der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts originalgetreu zu reproduzieren findet immer sehr viel Zuspruch. Vielleicht schon zu viel Zuspruch, denn diese Musik entfaltet oft mehr Anziehungskraft als die politischen Veranstaltungen. Ich reiße mich aber los von dieser Musik, die auch mir sehr gefällt, und begebe mich ins Innere des Palais, denn ich will auf eine Zeitreise gehen. Mehr ...
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Ist der Gottesstaat am Ende?
Berlin (Kalaschnikow) – Die Geschichte unserer Stadt und die des iranischen Volkes hatten sich einmal eng berührt. Dies war als der damalige Schah von Persien 1967 Westberlin besuchte. Zahlreiche Studenten der Westberliner FU protestierten gegen den Jubelempfang für diesen faschistoiden Gewaltherrscher. Die Demonstrationsfreiheit stand zwar im Grundgesetz, doch wurde sie zu dieser Zeit im Westen in der Praxis oft ebenso missachtet, wie in der DDR, wenn die Anmelder nicht zu den staatstragenden Parteien und Organisationen gehörten. Als bei einem Polizeieinsatz schließlich der Student Benno Ohnesorg zu Tode kam, radikalisierte sich der Studentenprotest im gesamten Westen Deutschlands. Noch heute rauscht es im Blätterwald der Presse, wenn neue Details zu diesem Vorfall bekannt werden. Es sollte also zu den guten Traditionen der deutschen Linken gehören, den Verhältnissen und Entwicklungen im Iran nicht gleichgültig gegenüberzustehen. Mehr ...
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Ich würde gerne den Generalstreik ausrufen ...
Berlin (Kalaschnikow) - Das diesjährige Pressefest des Neuen Deutschland – Fest der Linken fand, wie erstmals im Vorjahr, in der Kulturbrauerei in Berlin, Prenzlauer Berg statt. Aus logistischen Gründen begann es am vergangenen Sonnabend erst um 15.00 Uhr. Dafür begann es gleich mit einem inhaltlichen Höhepunkt: Sahra Wagenknecht war angesagt, mit der Vorstellung ihres neuen Buches „Wahnsinn mit Methode“. Das Palais der Kulturbrauerei – ein größerer Vortrags- und Filmvorführungssaal mit einer Bar gegenüber der Bühne – quillt über vor Publikum. Die Empore über der Bar muss zusätzlich geöffnet und mit Stühlen versehen werden. Der Platz reicht trotzdem nicht. Ich finde gerade noch einen freien Barhocker. Mehr ...
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Vor 20 Jahren fiel die Mauer. War 89 sonst noch was?
Berlin (Kalaschnikow) – So sollen wir es heute sehen: Das Leben in der DDR war der reinste Horror. Es war im Grunde noch schlimmer als im Dritten Reich. Der Alltag war von Furcht und Schrecken geprägt. Bis auf ein paar Stasi-Offiziere sehnten sich alle nach dem freien Westen. Urplötzlich erhob sich das verängstigte, eingeschüchterte und verblödete Volk und drückte einfach die Mauer ein. Dann nahm Helmut Kohl gnädig Volk und Land in der Bundesrepublik – der besten aller möglichen Welten – auf. Und sofern sie nicht an Arbeitslosigkeit oder Hungerlöhnen gestorben sind, leben die Ossis noch heute glücklich und zufrieden in der schrankenlosen Freiheit der entfesselten Märkte. Mehr ...
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Mehrwertsteueranhebung nach der Bundestagswahl zu erwarten
Berlin (Kalaschnikow) – Es ist der Freitag vor dem Europa-Wahl-Wochenende. Ich schlendere in Richtung Alexanderplatz, weil hier die LINKE ihre letzte Wahlkampfveranstaltung zu dieser Wahl abhalten will. Vom Roten Rathaus weht die Regenbogenfahne, da sich der Christopher Street Day nähert. Um 14.00 Uhr ist die Bühne aufgebaut, die Band übt schon und zwei Fahrzeuge von der Polizei sind auch schon da. Nur das Publikum fehlt noch ganz. 14.45 sind immerhin ein Bankreihen vor der Bühne besetzt. Vielleicht 50 Leute. Aber jetzt geht es wohl los. Von der Straßenbahnhaltestelle kommen rote Fahnen nebst Trägern heran. Aber obwohl auch noch die nächsten Straßenbahnen ein paar Teilnehmer bringen, bleibt es doch insgesamt ein kleines Häuflein auf dem großen Alexanderplatz. Gregor Gysi ist als Redner angekündigt. Solch eine Ankündigung konnte noch vor Kurzem diesen Platz hier füllen. Stellt euch vor, Gysi spricht und keiner geht hin! Das schaffen nur die Europa-Wahlen. Mehr ...
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